Das alte Zancle, so wie das heutige Messina in der Antike aufgrund seines sichelförmigen Hafens genannt wurde, war vor der Ankunft der Griechen im Jahre 756 vor Christus eine kleine sizilianische Siedlung. Unter der griechischen Kolonisation Siziliens wurde Messina zu einer blühenden Hafenstadt ausgebaut und ist diese bis heute geblieben. Auch die Römer erkannten die strategische Bedeutung von Messina und für die Sarazenen war Messina die nördliche und östliche Grenze zu einer muslimischen Herrschaft. Für die Normannen, hingegen, war Messina im elften Jahrhundert ein wesentliches Standbein in der Eroberung der Insel.
Während des Mittelalters wurde Messina für die europäischen Ritter zum wichtigsten Ausgangshafen für ihre Kreuzzüge im Mittelmeer. Selbst Richard Löwenherz und König Philipp II kamen nach Messina um von hier zu einem Kreuzzug aufzubrechen. Bei diesem Anlass wurde Messina von diesen beiden Monarchen und ihren Kreuzritter komplett geplündert.
Bis zum siebzehnten Jahrhundert war Messina nach Palermo die zweitwichtigste Stadt von Sizilien. Danach wurde der Stadt diese Position von Catania streitig gemacht. Im Laufe seiner Geschichte wurde Messina leider auch immer mit Katastrophen in Verbindung gebracht. Die Beulenpest wurde von einem Schiff, das in Messina anlegte, nach Europa gebracht und immer wieder haben heftige Erdbeben Teile der Stadt zerstört. Das bisher verheerendste Erdbeben war im Jahr 1908.
In der Hast und Eile um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Sizilien zu sehen, wird Messina bei den Touristen meist übersehen. Die größte Attraktion von Messina ist zweifelsohne die normannische Kathedrale. Neben dieser majestätischen Kirche gibt es in Messina aber noch einen weiteren historisch sehr wichtigen Kirchenbau, der von den meisten oft völlig ignoriert wird. Es handelt sich hierbei um die Kirche von Santa Maria Alemanna, die wortwörtlich übersetzt die hl. Maria der Deutschen, heißt. Diese Kirche steht für sich alleine ein paar Blocks vom Bahnhof entfernt in einem Teil der Stadt, der von Besuchern kaum wahrgenommen wird. Der Bau der Kirche wurde wahrscheinlich um 1194 begonnen, als Kaiser Heinrich VI in Messina ankam, um den sizilianischen Thron zu besteigen. Unter der Herrschaft des jungen Friedrich II. von Hohenstaufen, der Heinrich nach seinem Tod im Jahre 1197 auf dem Thron folgte, war diese Kirche das Gotteshaus der Deutschen, die zu dieser Zeit in Messina lebten. 
Die steilen Hügel und Gipfel rund um Messina, die sich in Richtung des Kap Peloro und ein paar Kilometer entlang der Ionischen Küste entlangziehen, sind das Peloritanische Gebirge. Das Kap Peloro liegt an der westlichen Seite am Tyrrhenischen Meer und im Osten am Ionischen Meer. In den steilen Tälern rund um das Gebirge gibt es zahlreiche Wildbäche. Der Monte Grande ist mit seinen 1.374 Meter der höchste Berg des Peloritanischen Gebirges. Rocca Novara ist mit 1.340 Metern der zweithöchste Gipfel.
Das Peloritanische Gebirge kreist die gesamte Stadt Messina ein und bietet vom Meer aus gesehen eine imposante Kulisse. Im Mittelalter fungierte das Gebirge für Messina wie ein regelrechter Schutzengel. Da es sehr erschwerlich war, das Gebirge zu überwinden, blieb Messina vor den ländlichen Angriffen aus anderen Teilen Siziliens verschont.
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