domenica 18 dicembre 2011

Sizilien Landschaft - das Tal der Tempel



Das Tal der Tempel von Agrigent (im Italienischen Agrigento) ist neben dem Ätna wohl eines der Höhepunkte der Sizilien Landschaft. Agrigento liegt auf einer Hochebne, von der man einen wundervollen Blick auf die Südküste Siziliens genießt. Agrigento wurde im Jahre 582 v. Chr. von einer Gruppe von Kolonisten aus Gela, die unmittelbare Nachkommen der Griechen aus Rhodos und Kreta waren, gegründet.

Das Gebiet war aber schon viel früher besiedelt. Ein weiblicher Schädel, der in der Nähe von Cannatello gefunden wurde, ist eine halbe Million Jahre alt. Weiter entlang der Küste in Richtung Montechiaro wurden Funde eines Dorfes aus der Mittelsteinzeit entdeckt, die aus dem Jahre 6000 v. Chr. stammen. Man vermutet, dass die Sikaner von dieser Zivilisation abstammen.

Das ursprüngliche Akragas wurde von den Römern auf Agrigentum umgetauft und die Sarazenen gaben dem Ort den Namen Girgenti. Seinen heutigen Namen Agrigento erhielt die Stadt erst im Jahre 1927.

Die mittelalterliche Stadt Agrigento ist nicht ohne einen gewissen Charme. Hoch im historischen Zentrum der Stadt thront die romanisch-gotische Kathedrale aus dem vierzehnten Jahrhundert, die bis heute noch einiges von ihrem mittelalterlichen Charakter bewahrt hat. Ebenso sehenswert ist die mittelalterliche Kirche von San Nicola aus dem dreizehnten Jahrhundert. Der griechische Tempel, das Theater und weitere Ruinen, sowie die archäologischen Museen befinden sich etwas außerhalb von Agrigento.

In dem Tal der Tempel findet man nicht nur die Ruinen der zahlreichen Tempel, sondern auch Nekropolen, Häuser, Straßen und alles, was man in einer antiken Stadt erwarten würde. Es gibt auch ein kleines Amphitheater, sowie ein sehr interessantes archäologisches Museum. Leider sind die meisten der Tempel nur mehr Ruinen und überall liegen Reste von Säulen und Steinbrocken verstreut. Ein Teil des Tempels der Hera, der um 450 v. Chr. erbaut wurde, ist aber noch intakt. Der Concardiatempel befindet sich in einem weit besseren Zustand und bietet nachts, wenn er beleuchtet wird, einen unvergleichlichen Anblick.

Unter den Byzantinern und Sarazenen sank die Wichtigkeit von Agrigento stark. Die Normannen erkannten jedoch die Wichtigkeit der Stadt und während ihrer Herrschaft ließen sie in und um die Stadt schöne Kirchen errichten.

Der architektonische Charakter des antiken Agrigento wirkt mehr griechisch als römisch. Der alte Teil von Agrigento steht heute mehr oder weniger in dem Schatten einer modernen Stadt. Das Tal der Tempel, hingegen, bietet mit seinen Olivenhainen und Mandelbäumen eine sehr malerische Atmosphäre.

Entlang der Küste, nur ein paar Kilometer von der eher unattraktiven Hafenstadt Porto Empedocle entfernt, befindet sich eine archäologische Stätte, in der es auch die Ruinen einer römischen Villa zu sehen gibt. Bei Porto Empedocle gibt es einen sehr schönen Strand.

Ratschläge für Besucher von Agrigento:

Probieren Sie unbedingt die einheimische Küche von Agrigento. Abgesehen von einem Besuch im Tal der Tempel und dem archäologische Museum, dem Dom und der Kirche San Nicola gibt es in Agrigento nichts besonderes zu sehen. Ein Tag in Agrigento reicht also völlig aus. Die beste Zeit für einen Besuch in Agrigento sind das Frühjahr oder der Herbst. Zu dieser Jahreszeit ist auch die Landschaft mit ihren Feldern und ihren blühenden Wildblumen am schönsten.

giovedì 24 novembre 2011

Sizilien Landschaft - Messina und das Peloritanische Gebirge

Das alte Zancle, so wie das heutige Messina in der Antike aufgrund seines sichelförmigen Hafens genannt wurde, war vor der Ankunft der Griechen im Jahre 756 vor Christus eine kleine sizilianische Siedlung.

Unter der griechischen Kolonisation Siziliens wurde Messina zu einer blühenden Hafenstadt ausgebaut und ist diese bis heute geblieben. Auch die Römer erkannten die strategische Bedeutung von Messina und für die Sarazenen war Messina die nördliche und östliche Grenze zu einer muslimischen Herrschaft. Für die Normannen, hingegen, war Messina im elften Jahrhundert ein wesentliches Standbein in der Eroberung der Insel.

Während des Mittelalters wurde Messina für die europäischen Ritter zum wichtigsten Ausgangshafen für ihre Kreuzzüge im Mittelmeer. Selbst Richard Löwenherz und König Philipp II kamen nach Messina um von hier zu einem Kreuzzug aufzubrechen. Bei diesem Anlass wurde Messina von diesen beiden Monarchen und ihren Kreuzritter komplett geplündert.

Bis zum siebzehnten Jahrhundert war Messina nach Palermo die zweitwichtigste Stadt von Sizilien. Danach wurde der Stadt diese Position von Catania streitig gemacht. Im Laufe seiner Geschichte wurde Messina leider auch immer mit Katastrophen in Verbindung gebracht. Die Beulenpest wurde von einem Schiff, das in Messina anlegte, nach Europa gebracht und immer wieder haben heftige Erdbeben Teile der Stadt zerstört. Das bisher verheerendste Erdbeben war im Jahr 1908.


In der Hast und Eile um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Sizilien zu sehen, wird Messina bei den Touristen meist übersehen. Die größte Attraktion von Messina ist zweifelsohne die normannische Kathedrale. Neben dieser majestätischen Kirche gibt es in Messina aber noch einen weiteren historisch sehr wichtigen Kirchenbau, der von den meisten oft völlig ignoriert wird. Es handelt sich hierbei um die Kirche von Santa Maria Alemanna, die wortwörtlich übersetzt die hl. Maria der Deutschen, heißt. Diese Kirche steht für sich alleine ein paar Blocks vom Bahnhof entfernt in einem Teil der Stadt, der von Besuchern kaum wahrgenommen wird. Der Bau der Kirche wurde wahrscheinlich um 1194 begonnen, als Kaiser Heinrich VI in Messina ankam, um den sizilianischen Thron zu besteigen. Unter der Herrschaft des jungen Friedrich II. von Hohenstaufen, der Heinrich nach seinem Tod im Jahre 1197 auf dem Thron folgte, war diese Kirche das Gotteshaus der Deutschen, die zu dieser Zeit in Messina lebten.


Die steilen Hügel und Gipfel rund um Messina, die sich in Richtung des Kap Peloro und ein paar Kilometer entlang der Ionischen Küste entlangziehen, sind das Peloritanische Gebirge. Das Kap Peloro liegt an der westlichen Seite am Tyrrhenischen Meer und im Osten am Ionischen Meer. In den steilen Tälern rund um das Gebirge gibt es zahlreiche Wildbäche. Der Monte Grande ist mit seinen 1.374 Meter der höchste Berg des Peloritanischen Gebirges. Rocca Novara ist mit 1.340 Metern der zweithöchste Gipfel.

Das Peloritanische Gebirge kreist die gesamte Stadt Messina ein und bietet vom Meer aus gesehen eine imposante Kulisse. Im Mittelalter fungierte das Gebirge für Messina wie ein regelrechter Schutzengel. Da es sehr erschwerlich war, das Gebirge zu überwinden, blieb Messina vor den ländlichen Angriffen aus anderen Teilen Siziliens verschont.

lunedì 7 novembre 2011

Sizilien Landschaft - die schönsten Strände von Sizilien

Die Strände von Sizilien sind sowohl zauberhaft, als auch abwechlungsreich. Die 1500 km lange Küste bietet die erstaunlichsten Ecken, die von türkisfarbenem Wasser, einsamen Stränden, malerischen Klippen und Lavagestein geprägt sind.

Im westlichen Teil von Sizilien gehören die sandigen, weißen Strände von Scala Dei Turchi und Siculiana Marina zu den schönsten Stränden der Provinz Agrigento. Der Strand La Scala dei Turchi charakterisiert sich durch eine Reihe von natürlichen Terrassen, die von Wind und Wellen geformt wurden. Etwas weiter nördlich treffen wir auf die beiden kilometerlangen Dünenstrände von Torre Salsa und Eraclea Minoa.

Nicht weniger bezaubernd ist San Vito Lo Capo in der Provinz Trapani. San Vito Lo Capo ist mit seinen 4180 Einwohnern einer der beliebtesten Ziele der Strandurlauber. Der atemberaubende Strand dieses idyllischen Ferienortes wurde 2011 zum schönsten Strand Italiens und zum achtschönsten Strand von ganz Europa gekürt.


Im Golf von Castellammare trifft man auf die Strände dello Zingaro, die sich in dem gleichnamigen Naturpark befinden, der sich zwischen Scopello und S. Vito Lo Capo erstreckt. Das 1600 Hektar große Naturschutzgebiet beheimatet mächtige Berge, tiefe Schluchten, weite Täler und nicht zuletzt das kristallklare Meer. Entlang der 7 km langen Küste dieses einzigartigen Paradieses amüsieren sich die Strandurlauber zwischen steilen Klippen, wunderschönen Buchten, Stränden aus weißem Kies und geheimnisvollen Höhlen, die insbesondere an den heißen Tagen für eine angenehme kühle Abwechslung sorgen.

Der sagenumwobene Strand von Mondello liegt 13 km von Palermo entfernt und ist ideal, um im Sommer der drückenden Hitze der Stadt zu entfliehen. Dieser zwei Kilometer lange zauberhafte Strand erstreckt sich zwischen den Bergen Pellegrino und Gallo und ist nicht nur für seine blauen Gewässer und dem herrlichen, weißen Sand, sondern auch wegen seiner vielen Restaurants, Pubs Geschäften und Boutiquen bekannt, die an der reizenden Strandpromenade insbesondere abends für ein attraktives Nachtleben sorgen.

Im Nordosten von Sizilien und 12 km von Messina befindet sich das Küstengebiet Mortelle, das vor allem bei den Inselbewohnern zu einem der beliebtesten auf ganz Sizilien gehört. Die Gegend besteht aus mehreren Stränden, wo man inmitten einer herrlichen Naturlandschaft etwas Ruhe und Frieden genießen kann. Lido dei Tirreno ist vor allem für Familien mit Kindern besonders ideal.

Südöstlich von Sizilien liegt das reizende Ragusa, wo man die hübschen Strände Capo d'Aliga, Pineta del Gelsomineto, Pozzallo, Punta Secca, Acate und Marina di Ragusa findet. Letzterer ist bei den Touristen vor allem wegen seines aufregenden Nachtlebens und den vielen Wassersportmöglichkeiten sehr beliebt.


Der Lido Mazzaro ist einer der populärsten Strände von Taormina, wo sich auch das imposante Kap Capo Sant'Andrea und das Inselchen Bella befindet. Dieses Gebiet wird seit vielen Jahren von den Reichen bevorzugt, die hier in den noblen Bars und Restaurants das beste von sich geben.

Zu einer der beliebtesten Orte der Strandurlauber gehören natürlich auch die Äolischen Inseln, einer vulkanischen Inselgruppe im Tyrrhenischen Meer vor der Nordostküste von Sizilien. Sie gehören zu der Provinz von Messina, und bestehen aus den sieben Hauptinseln: Lipari, Alicudi, Filicudi, Panarea, Salina, Stromboli und Vulcano.

Wer mit der Fähre nach oder von Sizilien reisen will, hat eine facettenreiche Auswahl. Neben dem italienischen Festland ist Sizilien auch durch zahlreiche Fährverbindungen mit Sardinien, Malta und Tunis verbunden.

venerdì 28 ottobre 2011

Alles über und von Sizilien

Kathedrale von Palermo


“Wer von uns hat sich nicht gesehnt, sie wenigstens einmal kennenzulernen”?
“Wenige oder niemand, denn der Ruhm ihrer Schönheit ist universell bekannt”.

...so lautet das Vorwort des großen Volumens, dass der italienische Touring Club der Insel Sizilien im Jahre 1933 gewidmet hat. Vergleicht man die alten Fotos mit aktuellen Bildern, merkt man unweigerlich, dass die vergangenen 60 Jahre nicht spurlos an dieser Insel vorübergegangen sind.
Die Fassaden der alten Monumente und Denkmäler haben sich verdunkelt, die Plätze und Straßen sind heute vollgefüllt mit Autos, so mancher alte Brauch ist ausgestorben und auch das Gesicht der Landschaft hat sich verändert.

Dennoch, obwohl ihr Ruf angeschlagen ist, und die Zeiten, in denen Palermo ein beliebtes Ziel für die Reichen und Mächtigen unserer Welt war, längst vorbei sind, lohnt sich ein Urlaub auf Sizilien immer noch genauso wie vor 60 Jahren.

Catania

Eine Reise nach Sizilien verspricht das Kennenlernen einer faszinierenden Insel und ihren 1000 Gesichtern aus Armut und Reichtum.

Mit ihrer 1500 km langen Küste, darunter auch die kleineren Inseln, von denen Sizilien umgeben wird, bietet das Eiland Tausende von verschiedenen Lösungen für einen Strandurlaub. Das Angebot reicht auf Sizilien von flachen, endlos langen Sandstränden, bishin zu kleinen, steilen Felsstränden, die sich in den verschiedensten Farben präsentieren: Weiß, Ocker, Gelb und Grau und auch das tiefe Schwarz des Lavagesteins.

Die großen Städte bieten alle ausgestattete Strände von großer Attraktivität. Zu den bekanntesten gehören hierzu der Strand von Mondello mit weißem Sand, Palmen und Jugendstil-Architektur, der Strand von Catania, der vor allem unter den Schriftstellern sehr beliebt ist, und nicht zuletzt die beiden traumhaften Küstenstreifen von Agrigento und Syrakus.

der Ätna, das Lava-spukende Wahrzeichen Siziliens

Ein weiteres unvergessliches Erlebnis ist ein Ausflug in den Naturpark des Ätna. Dieser Naturpark ist ein kleines Paradies zwischen Himmel und Feuer, dessen Charm durch die kontinuierlichen Lavaströme unterstrichen wird. Die gesamte Fläche des Parks ist ein Universum an Pflanzen, die
unter der lieblichen Sonne Siziliens in allen Farben der Mutter Natu leuchten. Die Farbenpracht reicht von den grünen Weinbergen, den gelblich-grünen Tönen der Obstgärten, Eichen und Kastanien, bishin zu den dunkleren Farben der Buchen- und Birkenwälder und ganz oben an der Spitze wird der Lava-spukende Vulkan von den Wolken liebkost, in wenigen Worten, dieser Naturpark ist ein unvergleichliches Schauspiel unserer Mutter Natur.

Griechischer Tempel auf Sizilien


Ein Urlaub auf Sizilien ist auch eine Reise durch die verschiedensten Aromen und Traditionen, denn die Küche Siziliens ist eine perfekte Mischung der unterschiedlichen Kulturen, von denen die Insel einst beherrscht wurde.


Doch auch Wellness und Erholung haben in Sizilien eine große Bedeutung, denn aufgrund der Besonderheiten seines Bodens bietet Sizilien ein reichhaltiges Erbe an mineralhaltigen Quellen, die bereits in den Zeiten der Magna Graecia bekannt waren. Die meisten Wellness-Zentren befinden sich unweit des Meeres und den wichtigen historischen Sehenswürdigkeiten.

Wer es vorzieht, dieses einzigartige, wunderbare Eiland mit dem eigenen fahrbaren Untersatz, wie zum Beispiel dem Camper oder Motorrad zu erkunden, der hat eine mannigfache Auswahl an Fährverbindungen nach und von Sizilien.

Die wichtigsten Häfen Siziliens sind Catania, Messina, Pozzallo und Trapani. Die Fähren nach Sizilien starten von Neapel, Civitavecchia, Malta, Genua, Tunis, Cagliari (Sardinien), Livorno und Salerno. Umgekehrt kann man von Sizilien, neben dem italienischen Festland, auch auf die Insel Sardinien, nach Tunesien oder Malta weiterreisen.

lunedì 24 ottobre 2011

Sizilien Landschaft - Ein Paradies namens Sizilien

der 3323 hohe Ätna

Sizilien, Sicilia auf Italienisch, ist die größte Region Italiens und die größte Insel im Mittelmeer. Aufgrund der etwas dreieckigen Form hieß Sizilien in der Antike ursprünglich “Trinacria”, was “die Insel der drei Punkte” bedeutet. Die strategische Lage Siziliens im Mittelmeer brachte im Laufe der Geschichte viele Invasionen mit sich. Die Griechen, Römer, Araber und Normannen sind nur einige der Kulturen, die auf Sizilien ihre Spuren hinterlassen haben.

Das reiche künstlerische und kulturelle Erbe machen die Insel Sizilien zu einer der beliebtesten Touristenattraktionen Italiens. Die Einwohner Siziliens sind stolz auf ihre Unabhängigkeit und bezeichnen sich nicht so sehr als Italiener, sondern vielmehr als Sizilianer. Die Insel hat ihre eigene Sprache mit einem Wortschatz von ca. 250.000 Wörtern, der eine Mischung aus griechisch, katalanisch, französisch, arabisch und spanisch, sowie Italienisch abgeleiteten Wörtern bildet.

Sizilien ist überwiegend gebirgig und hügelig. Entlang der tyrrhenischen Seite wird Sizilien durch die Siculo Bergkette markiert. Im Zentrum der Insel befinden sich die Berge Erei und im Süden der Monte Iblei. Die Ionische Küste wird durch den Ätna dominiert, der mit seinen stolzen 3323 Metern der höchste aktive Vulkan in Europa ist. Flache Ebenen nehmen auf Sizilien nur einen kleinen Teil ein. Die wichtigsten sind die Ebene Conca d'Oro in der Nähe von Palermo und die Ebene von Catania am Fuße des Ätna. Ebenso gibt es auf Sizilien nur sehr wenige Flüsse und daher ist der Mangel an natürlichem Wasser auf Sizilien sehr hoch.


die Kathedrale von Palermo

Sizilien ist von weiteren Inseln und gesamten Inselgruppen umgeben: die Äolischen Inseln, mit ihren zwei aktiven Vulkanen Stromboli und Vulcanello, die Ägadischen Inseln, die Pelagischen Inseln, sowie die beiden Inseln Pantelleria und Ustica.

Aufgrund seiner strategischen Position war Sizilien für viele Seemächte ein begehrtes Ziel. Die Phönizier, die Palermo gründeten, waren die ersten von vielen. Die Römer nahmen im 2. Jh. Besitz von Sizilien und machten es zur Kornkammer des antiken Römischen Reiches. Sie rodeten große Teile des Landes, um Platz für die Getreidefelder zu machen. Diese Rodung brachte das natürliche Gleichgewicht durcheinander und ist eine der Ursachen für die Trockenheit, unter der die Insel bis heute zu leiden hat.

Nach dem Fall des Römischen Reiches wurde Sizilien von den Westgoten, den Vandalen und Goten erobert und wurde dann später im 6. Jahrhundert Teil des Byzantinischen Reiches. Zu Beginn des 8. Jahrhunderts kamen dann die Griechen, die auf Sizilien zahlreiche Siedlungen einschließlich Catania, Messina, Agrigento, Segesta und Syrakus gründeten.

Im Jahre 827 wurde die Insel Sizilien von den Arabern besetzt. Sie verbesserten das Bewässerungssystem und förderten die Entwicklung von landwirtschaftlichen Kleinbetrieben.

Blick auf das alte und neue Agrigento

Unter der Herrschaft der Normannen im 11. Jahrhundert begann auf Sizilien die architektonische Kunst zu florieren und es wurden viele, viele schöne Kathedralen, darunter der berühmte Dom von Monreale, gebaut.

Zwischen dem 12. und 17. Jahrhundert viel die Kontrolle über Sizilien an verschiedene Dynastien, wie zum Bespiel die Hohenstaufer oder die Aragonen. Im 17. Jahrhundert wurde Sizilien dann von andauernden Aufruhren und Kleinkriegen geplagt, was zu einer wirtschaftlichen Krise und der Verknappung der landwirtschaftlichen Produktion führte.

Im Jahr 1734 wurde Sizilien von den Bourbonen erobert. Am 11. Mai 1860 wurden die Bourbonen dann von den Truppen des Freiheitskämpfers Giuseppe Garibaldi vertrieben und Sizilien wurde ein Teil des vereinten Königreichs Italien. Im Jahr 1948 wurde Sizilien zu einer autonomen Region der Republik Italien erklärt.